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Tierische Schädlinge

Es kommt immer wieder vor, dass Orchideen von tierischen Schädlingen befallen werden. Um diese Schädlinge wieder loszuwerden, ist es wichtig die Schädlinge zu erkennen um dann die richtige Abwehrmethode gegen sie auszuwählen.

Blattläuse:

Blattläuse sind circa 1 – 4 mm groß, können schwarz, grün oder auch rot sein und sitzen an den Blättern oder Trieben Ihrer Pflanze. Wichtig ist es, die betroffene Blume zu isolieren um weiteren Befall an Ihren anderen Pflanzen zu verhindern. Es empfiehlt sich eine Seifenlauge, mit der die Pflanze abgewaschen wird. Dosierung: Circa 1 bis 2 Esslöffel Seife auf 1 Liter Wasser. Sollte dies nicht nützen, kann man die Blattläuse mit einem speziellen Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse aus dem Fachmarkt einsprühen. Diese Behandlung sollte je nach Mittel in 1 bis 3 Wochen wiederholt werden.

Dickmaulrüssler:

Der Dickmaulrüssler gehört zur Familie der Rüsselkäfer, ist schwarz oder braun gefärbt und 3 bis 14 Millimeter groß. Seine Larven fressen die Wurzeln und Neutriebe an, die Käfer fressen die Blätter von der Seite ab und hinterlassen tiefe halbkreisförmige (oder auch U förmige) Fraßstellen. Es ist wichtig, die betroffene Pflanze von den anderen zu trennen, um Befall auf weitere Pflanzen zu verhindern. Da die Käfer nachtaktiv sind, sollte nachts nach den Käfern gesucht und diese dann abgesammelt werden. Zur Bekämpfung eignen sich Nematoden (Fadenwürmer) aus dem Fachhandel.

Schildläuse:

Schildläuse werden sie deshalb genannt, weil die weiblichen Tiere mit einem gewölbten Schild bedeckt sind. Schildläuse haben eine Größe von 0,8 bis 6 mm. Es handelt sich um runde bis ovale, braune Schildläuse, die an den Blättern und Triebe Ihrer Orchidee sitzen. Isolation der betroffenen Orchidee schützt die anderen Orchideen vor Schildläusen. Abhilfe kann durch Öl geschafft werden, die Blume mit einem Mittel auf Paraffinölbasis einsprühen oder bei geringem Befall je einen Tropfen Speiseöl auf jede Schildlaus tropfen. Das Öl verschließt die Atmungsorgane der Tiere wodurch sie sterben. Auch ein spezielles Mittel gegen Schildläuse aus dem Fachhmarkt ist zu empfehlen.

Spinnmilben:

Spinnmilben werden oft auch als rote Spinnen bezeichnet, da die Milben oft rot gefärbt, aber auch grün-gelb gefärbt sind. Erkennen kann man sie an der befallenen Orchidee durch ihre Gespinste, an ihrer roten oder gelb-grünen Farbe und an weiß gelblich gesprenkelten, silbrig glänzenden Orchideenblättern. Abhilfe kann ein Akarizid aus dem Fachhandel schaffen, dabei handelt es sich um Pestizid oder Biozid zur Bekämpfung von Milben.

Weiße Fliegen:

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesen Schädlingen um weiße Fliegen, die ungefähr eine Größe von 1,5 mm messen, Flügel haben und weiß bepudert sind. Die Orchideenblätter bekommen bei Befall von weißen Fliegen kleine gelbe Flecken. Da es bei den weißen Fliegen verschiedene Arten gibt, empfiehlt es sich unterschiedliche chemische Mittel gegen weiße Fliegen aus dem Fachhandel anzuwenden.

Wollläuse:

Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, sind weiße runde wollige Läuse, die 1 bis 12 mm groß sein können. Sie befinden sich an den Unterseiten der Orchideenblätter, an den Trieben und auch in den Blattachseln. Auch hier ist eine Isolation der befallenen Orchidee äußerst wichtig, da sich der Befall sonst auf weitere Pflanzen ausdehnen könnte. Zur Beseitigung der Wollläuse kann man Speiseöl heranziehen. Je einen Tropfen Speiseöl mit einem Wattestäbchen auf jede Wolllaus auftragen, durch das Öl werden deren Atmungsorgane verschlossen und deren Tod herbeigeführt. Auch eine Sprühlösung mit Seifenlauge kann helfen, diese Tiere los zu werden. Circa ein bis zwei Esslöffel Seife, auch gerne Schmierseife, auf einen Liter Wasser anrichten und die betroffene Orchidee, beziehungsweise die Wollläuse mit dieser Lösung besprühen. Auch ein spezielles Pflanzenschutzmittel gegen diese Tierchen kann helfen, die ungeliebten Tiere zu entfernen. Hier finden Sie eine genaue Anleitung zur Bekämpfung von Wollläusen.